Trainerin Michelle & Kosmo

Michelle Muderack

• Hundetrainerin • Dogwalkerin 

 

 

Wenn irgendwas fehlt ... 

Mein ursprünglicher Traum war es, irgendwann mal in der Savanne zu sitzen und Tierverhaltensforscherin zu werden. Besonders angetan war ich schon immer von hundeartigen Tieren, von Wölfen über Bären bis hin zum afrikanischen Wildhund. Schon als Kind verbrachte ich den ganzen Tag draußen, bei Wind und Wetter, um mich mit der Natur und ihren Lebewesen zu beschäftigen und vor allem von ihnen zu lernen. 

So begann ich 2016 mein Studium an der Universität Potsdam im Fach Biowissenschaften. Rundum hätte ich eigentlich nicht zufriedener sein können, mein Leben verlief genau so, wie ich es schon seit Jahren geplant hatte. Doch glücklich fühlte ich mich nicht. Irgendetwas fehlte. Und da trat Kosmo in mein Leben.

Ich wusste schon lange, dass ich wieder einen Hund an meiner Seite haben möchte. Eine treue Seele, die mich begleiten wird. Doch lange redete mein Gewissen mir ein... „Du hast gar keine Zeit für einen Hund neben dem Studium“, „zu wenig Geld“, „zu wenig Platz“ und so weiter. Bis mir irgendwann bewusst wurde: es waren eher die Worte von den Menschen um mich herum, die mir das einredeten. Zum ersten mal in meinem Leben beschloss ich, meinen Gefühlen zu folgen und heute bin ich unendlich glücklich darüber, diese Entscheidung getroffen zu haben, denn sie veränderte mein ganzes Leben. Ich begann nach dem perfekten Begleiter für mich zu suchen. 

SIE (ich wollte unbedingt eine Hündin) sollte aktiv und sportlich sein, maximal 50 cm groß, einen guten „will to please“ haben und man sollte sie überall mit hinnehmen können. Am liebsten einen Border Collie.

"Tagtäglich hält er mir den Spiegel vor mein Gesicht – und zeigt mir jedes mal aufs Neue, wenn ich mich selbst vergesse." 

Und dann sah ich seine Anzeige: Kosmo, Husky-Mischling aus Rumänien sucht ein Zuhause. 

Ich weiß bis heute nicht warum, aber dieser Hund hat mich sofort angezogen.

Kosmo haute mich bei unserem ersten Kennenlernen im Tierheim um. Er war groß und distanziert, hatte eine riesen Ausstrahlung. Hat mich kaum eines Blickes gewürdigt. So ziemlich das Gegenteil von dem, was ich eigentlich geplant hatte. Ich wusste dieser Hund wird eine große Herausforderung, doch irgendetwas in mir sagte mir, dass es genau das ist, was ich brauche. Eine Aufgabe, an der ich wachsen werde. Und letztendlich kam es dann auch

so – mein größter Lehrmeister trat in mein Leben.

Wir hatten so einige „Baustellen“ zu bearbeiten:

Ausrasten beim Anblick von Artgenossen, Ausrasten,

wenn LKWs, Motorräder, Skateboards...vorbei fuhren,

wenn eine Katze oder ein Eichhörnchen vorbei huscht,

Anknurren, Schnappen und sogar Beißen von Menschen,

Panikattacken bei lauten Knallgeräuschen...

Alles was die Tierschutzhunde gerne mal so mitbringen.

Heute unvorstellbar, niemand glaubt mir, dass dieser

Hund mal so war. Bevor Kosmo sich so verändern konnte, musste ich mich verändern.Wobei Veränderung das falsche Wort ist, denn wir haben zu uns selbst gefunden. 

"Unsere Beziehung war und ist wie ein Puzzle. Mit jedem passenden Puzzlestück verschwand eine Baustelle. Und ein unglaublich großes Puzzlestück hiervon ist DOGNERGY."